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So ist Bayern, so ist der
„Donauklang“
Frühlingskonzert des Musikvereins in der
Blindheimer Gemeindehalle
Blindheim (bm) Es war nicht genau ersichtlich, ob nicht der
ein oder andere Besucher des Frühlingskonzerts des Musikvereins
„Donauklang“ vielleicht gerade wegen des Eurovision Song Contest in die
Blindheimer Gemeindehalle gekommen war. Aber der Kontrast zum Wettbewerb in Düsseldorf
konnte größer nicht sein. Ehrliche und ohne großen Glamour, dafür mit viel
Fantasie und Herzblut für die Live-Zuschauer dargebotene Musik. Und die Zuhörer
goutierten das mit ungeteilter Aufmerksamkeit und tosendem Applaus.
Willkommen geheißen wurden die Anwesenden, unter ihnen die
Bürgermeister Wolfgang Kohout, Wilhelm Gumpp und Klaus Friegel, sowie die
Geistlichkeit Dekan Dieter Zitzler und Stadtpfarrer Roland Bise und der
stellvertretende Vorsitzende des Bezirks 17 des ASM, Josef-Werner Schneider, mit
dem Einzugsmarsch aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß.
Einen Einblick in die moderne Orchesterliteratur für
Blasmusik bekam das Publikum nach der Begrüßung durch Vorstand Norbert Lutmayr
bei den beiden Werken für das bevorstehende Wertungsspiel „Cantus Jubilante“
(David Shaffer) und „Concerto d’amore“ (Jacob de Haan), die zeigten, dass
das Orchester unter der souveränen Führung von Vasyl Zakopets auch in langsamen und ausgedünnten Passagen durch Konzentration
und Können überzeugt.
„So ist Bayern“ war der Titel des folgenden Blocks, in
dem das Orchester die Vielfältigkeit des Freistaats präsentierte, sei es durch
den „Bayerischen Defiliermarsch“, die „Amtsgerichts Polka“ einer etwas
anderen Bayernhymne (Susanne Späth und Josef Konle) oder „Bayern“ des
Alleskönners Hans-Jürgen Buchner (Haindling).
Schließlich wurde die Bühne bereitet für die
Nachwuchsmusiker des Vereins, denn das Vororchester, bestehend aus elf wackeren
Jugendlichen, präsentierte gekonnt die beiden Titel „Coconut Song“ und
„Born to be wild“, die mit ebenso großem Applaus gekürt wurden wie die
Wertungsstücke des Jugendorchesters „l’ora della verita“ sowie „The
Lion King“.
Das Können der Jungmusiker konnten die Besucher nicht nur
hören, neun von ihnen wurden zusätzlich durch Josef-Werner Schneider und die
Jugendleiter Jürgen Wurm und Peter Lang für ihre Erfolge bei der
Jugendlehrgangswoche geehrt (D1: Tamara Hauer als Jahrgangsbeste, Sebastian Blum,
Lorenz und Lukas Lutmayr, Benedikt Wurm, Philipp Mayer, Florian Schneider,
Christian Veh, Stefanie Seiler; D2: Ulrich Kaltenstadler).
Böhmisch startete das Stammorchester in die zweite
Halbzeit, mit den Polkas „Ein halbes Jahrhundert“ und „Jeder Tag bringt
neue Hoffnung“ (Gesang: Bernadette Harms und Michael Klarmann). Dass ein großer
stilistischer Kontrast kein Nachteil sein muss zeigte sich dann beim Potpurri
„Beach Boys Golden Hits“ und der Beguine „Jasmin“, die sehr versiert von
den beiden Geschwistern Angela Pflüger und Peter Lang gesanglich dargeboten
wurde.
Beim Traditionsmarsch „Hoch Heidecksburg“ kamen schließlich
noch die Marschliebhaber auf ihre Kosten und so forderte das Publikum gegen Ende
des Konzerts noch drei Zugaben, Susanne Späth und Josef Konle verabschiedeten
das Publikum unter anderem mit „Lilli Marleen“. Am Ende sang die ganze Halle
„Nehmt Abschied Brüder“ und während die Zuschauer des Eurovision Song
Contest noch Stunden auf ihren Lohn, das Ergebnis und Lenas zehnten Platz,
warten mussten, nahmen die Blindheimer Konzertbesucher eine Menge musikalischer
Frühlingsgrüße mit nach Hause.
Bericht: Benedikt Mayer, Fotos: Isolde Saur
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