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Ein Ständchen für den "Donauklang". Mnozil Brass begeistern in der Nordschwabenhalle

05.05.2014

 

War das eine Blaskapelle, eine Brassband, eine Jazzformation, die am 03.05.2014 da auf der schlichten Bühne in der Nordschwabenhalle Höchstädt stand?

Es ist völlig egal. Der Abend lehrte die 900 Besucher, dass es nicht auf das ankommt, was draufsteht, sondern auf das, was rauskommt.

Und raus kam einiges. Aber von Anfang an…

 

„Happy Birthday – 20 Jahre Mnozil Brass. Ein Jubiläumsprogramm“ – so heißt das aktuelle Bühnenprogramm des wohl schrägsten Blechbläserseptetts, das die Welt je gesehen hat. Was als Studentencombo in den 90ern im 1. Wiener Bezirk im Gasthaus Mnozil begann, beigeistert heute in 130 Konzerten pro Jahr Fans auf allen Kontinenten – und in Höchstädt.

Umso erfreulicher, dass es dem Musikverein „Donauklang“ gelungen war, diese hochkarätige Truppe in die Höchstädter Nordschwabenhalle zu holen, um dem Verein, der 2014 sein 50-jähriges Jubiläum feiert, ein Ständchen darzubieten.

 

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Und dies ist den sieben Musikern, die allesamt auf der Musikuniversität ausgebildet wurden, auch gelungen. Thomas Gansch, Robert Rother und Roman Rindberger an den Trompeten/Flügelhörnern, Zsoltan Kiss, Gerhard Füssl und Leonhard Paul an den Posaunen und Wilfried Brandstötter an der Tuba – man muss die Instrumente durchaus noch einmal nennen, denn was letztlich aus jenen herauskam, erinnerte die Zuhörer, unter denen viele Hobbymusiker waren, nur bedingt an die Töne, die sie selbst ihren Instrumenten entlocken.

 

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Neben technischer Brillanz, die mit einem fast übermenschlichen Tonumfang und spielerischer Weltklasse einherging, bot „Mnozil Brass“ das, wofür sie von ihren Fans auch geliebt werden: Komödiantische Elemente gepaart mit fast kindlichem Spielwitz und außerordentlicher Bühnenpräsenz, sowohl in Mimik und Gestik, wie auch in der Schauspielerei, so dass die Sieben es schafften, das Publikum innerhalb kürzester Zeit hinter sich zu bringen. Und da spielte es keine Rolle, ob sie nun in der Sydney Opera, im Bierzelt in Eglingen oder in einer Höchstädter Turnhalle auftreten. Das „Hier und Jetzt“ verschwamm zunehmend und die Zuhörer fanden sich wieder in einer ganzheitlichen Sphäre, die durch viele Lacher und Publikumsbezug zusätzlich bereichert wurde.

 

Natürlich durften beim Jubiläumsprogramm die Klassiker von „Mnozil Brass“ nicht fehlen: Florentiner Marsch, Lonely Boy und Bohemian Rhapsody waren natürlich an Bord, jedoch keineswegs so, wie man sie normalerweise kennt. Das eben macht die Mnozils aus: Wichtig ist nicht die Verpackung, sondern was man daraus macht. Und das was sie machten, machten sie fulminant und großartig und so wurden sie vom Höchstädter Publikum, teils aus ganz (Süd-)deutschland angereist, mit stehenden Ovationen verabschiedet.

 

Text: Benedikt Mayer

Fotos: Isolde Saur. Weiterverwendung und Veröffentlichung nicht gestattet!

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Ein Ständchen für den "Donauklang". Mnozil Brass begeistern in der Nordschwabenhalle

Fotoserien zu der Meldung


Konzert Mnozil Brass (03.05.2014)