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Konzert "Tanz der Vampire" am 19.11.11 in Höchstädt

Von Vampiren und Fledermäusen…

MV „Donauklang“ überzeugt vor 600 Besuchern in Höchstädt

Text: Benedikt Mayer, Bilder: Isolde Saur

Es war ein Abend der Premieren und Innovationen, denn der Musikverein „Donauklang“ Höchstädt-Blindheim wagte bei seinem Konzert „Tanz der Vampire“ in der Nordschwabenhalle Höchstädt eine ganz neue Kombination: Das Blasorchester hatte vier Stücke mit einer klassischen Sopranistin eingeübt, und überzeugte damit die fast 600 Besucher des Abends voll und ganz.

Den Anfang machten die Nachwuchsorchester des Vereins, nachdem Vorstand Norbert Lutmayr die zahlreichen Besucher, unter ihnen ASM Bezirksvorsitzender Roland Grandel, Bezirksdirigentin Ingrid Philipp und Peter Jaroschek, die Bürgermeister Hildegard Wanner (Höchstädt), Helmut Gerstmayer (Blindheim) und Klaus Friegel (Finningen) sowie stellvertretend für die Geistlichkeit Dekan Dieter Zitzler, begrüßt hatte.

Erstmals unter dem Dirigat von Simone Feldengut bot das Vororchester, das von Annalena Schneider und Lukas Schneider angekündigt wurde, dann die Titel „March Along“, „House Party“ und „Czardas“ gekonnt dar. Das Jugendorchester mit dem Dirigenten Vasyl Zakopets und den Moderatoren Eva Rosenwirth und Christian Veh interpretierte, ganz im Stile einer Rockband „The Birth of Rock and Roll“ und „YMCA“.

„Jetzt geht’s los“ war dann die Devise des Stammorchesters, das gleichnamigen Marsch von Franz Lehar als Ausgangspunkt des Konzertabends wählte. Anschließend entführten die Moderatoren Stefanie Mair und Jürgen Wurm, die charmant und gewitzt durch das Programm führten, die Besucher in das Reich der Operette, wobei „Die Fledermaus“ in Höchstädt sicher nicht nur musikalisch ein Begriff ist.

„Mein lieber Herr Marquis“, ein Lied, das im Strauß-Opus vom Kammermädchen Adele gesungen wird, war der erste Auftritt der Sopranistin Cathrin Lange. Die am Stadttheater Augsburg engagierte und bereits sehr versierte und erfahrene Sängerin und das weise ausbalancierte Orchester schufen echte Operettenatmosphäre in der Halle und nicht nur beim schelmischen Lachen der Adele zeigte die 29-jährige, die ohne Mikrofon sang, was in ihr steckt.

Dann wurde es für kurze Zeit wieder instrumental und das Orchester bot den „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms dar und ließ nicht erkennen, dass dieser eigentlich für Symphonieorchester geschrieben wurde. Das lag sichtlich auch an der punktgenauen Vorbereitung der Laienmusiker durch den Dirigenten Vasyl Zakopets, der vor allem bei der abwechslungsreichen Dynamik und den vielen Tempowechseln zeigte, dass er das Orchester voll im Griff hat.

Dies wurde auch beim Lied „Klänge der Heimat“, wiederum aus der Operette „Die Fledermaus“, deutlich. Zumeist in den Solostellen, in denen vor allem der Holzsatz überzeugte, zeigten Musiker und Sopranistin eine fast einstudiert wirkende Harmonie und bewiesen nun auch dem letzten Skeptiker, dass Blasmusik und klassischer Gesang sich wunderbar ergänzen.

Eine weitere Kostprobe bekamen die Zuhörer auch im zweiten Konzertteil, als die Stunde der Musicals schlug und die Halle durch Dutzende Kerzen und eine professionelle Lichtanlage durch die Donauwörther Band „Nitrogen“ auch visuell äußerst ansprechend, doch nie aufdringlich wirkte. Und so fügten sich die „Highlights aus Starlight Express“ zusammen mit der Lichttechnik und Bildern des Musicals auf der Leinwand in ein Gesamtkunstwerk ein.

 

Eine starke und unabhängige Elisabeth stand beim Titel „Ich gehör nur mir“ aus gleichnamigem Musical auf der Bühne und auch bei ausgeprägten Forte-Stellen vermochte es Cathrin Lange immer, ganz im Sinne einer Kaiserin, Herrin im Ring zu bleiben und trotzdem Gänsehautgefühle zu zaubern.

Instrumentaler und durchaus gruseliger Höhepunkt waren dann Highlights aus dem Musical „Tanz der Vampire“, bei dem das Orchester noch einmal zeigte, was in ihm steckt und sogar der ein oder andere echte Untote im Saal gesehen worden sein soll.

Nach zwei Zugaben ,„The Rose“ mit Gesang und dem „Einzugsmarsch aus dem Zigeunerbaron“, entließ das sichtlich erfreute Publikum Musiker und Sopranistin aus der Halle und nicht nur der ehemalige Musikant des „Donauklang“, Tobias Harms aus Fürstenfeldbruck, war sich sicher, auch nächstes Jahr wieder in die Nordschwabenhalle zu kommen.

www.cathrin-lange.de

www.nitrogen-rock.de